ÜBER MICH.
Meine Reise in die Fotografie begann früh. Ich bewunderte die Kameras meines Vaters, durfte sie aber nie benutzen. Später sah ich, wie Freunde der Familie beeindruckende Bilder mit ihren Spiegelreflexkameras aufnahmen – und wusste, dass ich das auch wollte. Mit 16 bekam ich meine erste Kamera, doch der wahre Wendepunkt kam 2016, als meine Frau eine Micro-Four-Thirds-Kamera kaufte.
Von da an war es nicht nur Begeisterung, sondern vor allem die Kontrolle, die mich an der Fotografie fesselte. Die Menüs und technischen Einstellungen waren so intuitiv gestaltet, dass ich plötzlich alle Kontrolle über das Bild hatte – und das, bevor ich auf den Auslöser drückte. Es war nicht mehr reines Trial & Error wie bei alten Spiegelreflexkameras, sondern eine bewusste Entscheidung für ein bestimmtes Ergebnis. Ich konnte meine Vision präziser umsetzen. Ich musste nicht mehr auf gut Glück abdrücken – ich konnte das Bild schon vor dem Klick genau so gestalten, wie ich es wollte.
Der Kontrollaspekt hat mich fasziniert. Gleichzeitig aber war die Fotografie der perfekte Ausgleich zu meinem Hauptberuf in der IT. Dort baue ich Lösungen, die funktionieren müssen – für Kunden, für Unternehmen, für komplexe Systeme. Fotografie ist anders. Hier gibt es keine externen Anforderungen. Hier entscheide ich allein, was ich festhalte und wie es aussieht. Es ist meine eigene Vision, unabhängig von äußeren Erwartungen.
CREATE FRAMED FREEDOM - MEINE VISION.
Diese Freiheit prägt meinen gesamten Stil. Mein Konzept "Create Framed Freedom" beschreibt genau das:
Es ist mein Rahmen – klare, geordnete Strukturen, bewusste Kompositionen – und gleichzeitig schafft es genug Raum, dass jeder Betrachter seine eigene Bedeutung darin findet. Meine Bilder laden ein, sich zu verlieren, zu träumen, ohne dabei beliebig zu werden.
Doch "Create Framed Freedom" bedeutet für mich noch mehr: Es ist mein persönlicher Freiraum, in dem ich einfach kreativ sein und gestalten kann – im Gegensatz zu meiner Arbeit in der IT, wo ich für Kunden arbeite. Meine Fotografie existiert nur für mich. Es ist etwas, das ich erschaffe, ohne dass es jemand bewerten oder nutzen muss. Es ist ein Spielraum, in dem ich meine eigene Welt baue – und das gibt mir Ruhe.
Ich fotografiere bevorzugt am Morgen. Sonnenaufgänge geben mir die Möglichkeit, mein Bild so zu gestalten, dass ich die Kontrolle nicht verliere. Anders als bei Sonnenuntergängen gibt es keine plötzlichen, unvorhersehbaren Veränderungen – ich entscheide, wie der Moment wirkt.
MEIN BEARBEITUNGSSTIL.
Mein Stil hat sich über die Jahre stark verändert. Während meiner Zeit auf Instagram habe ich oft nach einem Look gesucht, der "auffällig" bearbeitet wirkte. Inzwischen arbeite ich ganz anders:
Ich beginne meine Bearbeitung oft in Schwarz-Weiß, um die Bildstruktur und Stimmung unabhängig von Farben zu erfassen.
Danach bringe ich die Farben gezielt zurück – subtil, ausgewählt, reduziert.
Meine Farbtöne haben harmonische, dreidimensionale Tiefe, ohne dass sie zu "moody" oder düster wirken.
Das feine Spiel mit Licht betont bewusst Kontraste, um eine ruhige, zeitlose Ästhetik zu schaffen.
Ich verzichte auf harte Farblooks und unnötige Effekte – stattdessen lege ich Wert auf Klarheit und emotionale Präzision.
Dieser Stil spiegelt wider, was mich an der Fotografie fasziniert: Nicht das Spektakuläre, sondern das Subtile. Ich möchte keine Effekthascherei, sondern Bilder, die über die Zeit hinweg ihre Ruhe bewahren.
Warum ich fotografiere.
Es ist nicht Fotografie für sich – ich halte Ruhe und Momente fest. Ich bin kein Geschichtenerzähler. Ich brauche keine große Story in meinen Bildern. Ich liebe klare, geordnete Strukturen, aber die dürfen nicht einengen. Genau das zeigt sich in meiner Ästhetik: Meine Bilder sind bewusst komponiert, aber sie lassen Raum für Interpretation.
Ich fotografiere nicht, um anderen Trends zu folgen oder konstant Inhalte zu veröffentlichen. Ich fotografiere, weil es sich für mich richtig anfühlt. Meine Fotografie ist eine bewusste Entscheidung – eine Möglichkeit, meine eigene Ästhetik auszudrücken.